...Zeit für Muße ? Hier eine meiner liebsten vorweihnachtlichen Geschichten für euch :-)
Herzlich grüsst
Annette Maria
Der kleine König Dezember, Nachfahre des Königs dritter Januar, ist ungefähr so groß wie ein Zeigefinger. Er liebt es an einem Gummibärchen zu knabbern, das halb so groß ist wie er.
Eines Tages taucht er bei einem großen Menschen zu Besuch auf. Dieser staunt nicht schlecht, als er plötzlich den kleinen König entdeckt.
Die beiden freunden sich an und der kleine König besucht ihn von da an regelmäßig. Sie sitzen zusammen und spielen Mikado (wobei ein Mikadostäbchen für den König so groß ist wie ein Baum) und erzählen sich fasziniert von ihren Welten.
In der Welt des Königs ist alles anders und eigentlich viel logischer als bei uns. Man kommt groß und schlau zur Welt und kann sofort loslegen mit dem regieren. Im Laufe der Jahre wird man immer kleiner und kleiner, bis man eines Tages ganz verschwunden ist. Wenn man kleiner wird vergisst man auch immer mehr und wird mehr und mehr zum Kind. Da haben die Bewohner der „kleinen“ Welt wenigstens etwas auf das sie sich freuen können.
So kommt es eines Tages, dass der kleine König seinen Freund zu sich einlädt. Er wohnt in einem kleinen Mauerriss gleich hinter dem Bücherregal. Wie soll denn das gehen? Fragt sich der Mensch. Aber es geht...
Sie sitzen gemeinsam in der winzigen Wohnung und der kleine König erklärt ihm, wie man die Traumschachteln benutzt, die überall in der Wohnung verteilt sind.
So beginnen sie zu philosophieren.
Träumen wir Menschen vielleicht wenn wir denken wach zu sein? Oder wachen wir, wenn wir glauben zu träumen? Vielleicht träumt der Mann sich ja nur den kleinen König und der König ihn?