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Da die Vogelwelt in der Winterzeit keine Eier legen, galt der Beginn des neuen Eierlegens als sicheres Zeichen für den Frühling, für die neu beginnende Fruchtbarkeit. Das Fest des Frühlingsbeginns wurde früher auch Vogelfest genannt. Die Menschen gingen jeden Morgen hinaus um zu sehen, ob die Zugvögel schon angekommen waren. Wurden sie gesichtet, so konnte ausgiebig das Ende des Winters gefeiert werden. Junge Frauen bemalten diese ersten Eier rot, um ihre Fruchtbarkeit zu feiern. Rot ist die Farbe des Blutes - die Göttin Ostara entfaltet von nun an ihren roten Aspekt wird fruchtbar und schließlich Mutter. Dieser Brauch des Eierfärbens hat sich bis heute gehalten. Traditionell werden zu Ostara auch süße Brote gebacken, die in der Mitte einen Einschnitt haben und in die ein rotes (fruchtbares) Ei gelegt wird. Dieser Einschnitt symbolisiert die Vulva, als Symbol der Fruchtbarkeit. Geflochtene Teigzöpfe stellen die Trinität der Göttin dar (Jungfrau, Mutter und Alte).
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Das Färben der Eier hatte in der christlichen Überlieferung auch einen sehr praktischen Hintergrund: In der Fastenzeit war deatargatis.jpgr Verzehr von Eiern verboten. Sie wurden zwecks Aufbewahrung gekocht und mit einer Farbe gekennzeichnet. Erst am Ostersonntag durften die auf diese Weise gefärbten Eier gegessen werden.
In vielen Kulturen gibt es die Legende, dass zu Beginn aller Zeiten die Große Göttin das Weltenei bzw. gleich mehrere Eier gebar, selbst einem Ei entstieg bzw. Eier hütete: Vgl. dazu Arikina, Atargatis, Eurynome, Ilmatar oder die syrischen Astarte, die das goldene Ei der Sonne legt. In manchen Überlieferungen heißt es, die Urmutter wärmte ein Ei zwischen ihren Brüsten und ließ es Jahrtausende reifen. Als sich die ersten Sprünge in der Schale zeigten, nahm es die Göttin behutsam und legte es ins große Dunkel. Dort sprang die Schale auf und heraus fiel die ganze Welt, Erde und Wasser, Tiere und Pflanzen. Und aus dem Dotter entstand die Sonne. Und damit die Menschen sich an das große Werk der Schöpfungsgöttin erinnern, schlüpfen die ältesten Tierarten der Welt auch heute noch aus Eiern, den Urzellen allen Lebens. Auch die Hasen, die sehr früh im Jahr Junge bekommen sind Symbol überquellender Fruchtbarkeit. Der Hase wird oft auch als der Mondhase der Göttin angesehen.
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