Jan Peters stellt sich selbst in den Mittelpunkt seiner Geschichte: Seine Freundin ist an den Amazonas geflogen und hat aus Versehen seine Brieftasche mitgenommen. Jetzt steht er ohne Geld am Frankfurter Flughafen. Alles, was ihm bleibt, ist ein Gruppenticket der Frankfurter Verkehrsbetriebe. Dieses Ticket wird Peters' Einnahmequelle in den kommenden sechs Wochen: Er hilft Reisenden, Geld zu sparen, indem er sie mit der Gruppenkarte von einer Haltestelle zur anderen begleitet und dafür ein, zwei Euro pro Fahrt verlangt.
Die Rahmenhandlung, die sich Peters ausgedacht hat, ist so offensichtlich konstruiert, dass wir verstehen: Der Film ist keine klassische Dokumentation. Er ist ein Kunstprojekt.
Der Kameramann Marcus Winterbauer begleitet Peters jeden Tag zu den Fahrkartenautomaten. Aus unmittelbarer Nähe filmt er das Entstehen einer Geschäftsidee und ihre immer professioneller werdende Umsetzung. Vor allem aber filmt er die Menschen, die fortan Peters "Kunden" sind.