ein neuer Xing- Freund hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht... Es steht schon ganz weit oben auf meiner Wunschliste...
Helmut Schmidt wird uns bestimmt an die goldenen Regel des Mitgefühls erinnern ... wetten ?
Ulf schreibt :
Wer brandaktuelles zum Thema Religion in der heutigen Gesellschaft erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Dazu gibt es allerdings keinen Grund, denn was Helmut Schmidt, seines Zeichens Ex-Bundeskanzler und Raucher der Nation, in seinem neuen Buch „Religion in der Verantwortung“ zusammenfasst, sind zwar zum Teil Texte aus den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sie haben aber an Aktualität nichts verloren. Und das Thema ist bekanntlich omnipräsent, nicht nur wenn es um Terror und Krieg geht.
Auf dem Buchrücken steht zu lesen:
Immer wieder hat sich Helmut Schmidt mit dem Verhältnis von Religion und Politik beschäftigt. Seine wichtigsten Beiträge zu dieser hochaktuellen Frage hat er für das vorliegende Buch zusammengestellt und durch ein abschließendes Kapitel ergänzt. In jeder Zeile wird deutlich: Schmidt sorgt sich um die Gefährdung des Weltfriedens durch den um sich greifenden Missbrauch der Religion für politische Zwecke. Eindringlich appelliert er an die Führer der Weltreligionen, ihrer Verantwortung für den Frieden gerecht zu werden.
Man muss dieses Buch nicht am Stück weglesen, die knapp 20 Texte und Reden sind zwar chronologisch nach ursprünglichem Datum aufgereiht, können aber nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und aufgesogen werden. Der Tenor ist, dass sich die Verantwortlichen der drei großen Religionen – Christentum, Islam und Judentum – sich endlich von ihrem jeweiligen hohen Stuhl herunter bemühen und in einen Dialog treten sollen, der das Ziel hat, religiös motivierte Auseinandersetzungen, egal welcher Art, für alle Zukunft aus den Geschichtsbüchern herauszuhalten.
Die Vergangenheit kann bekanntlich nicht mehr umgeschrieben werden, aber man kann zumindest aus ihr lernen. Wäre es anders, würde man sich wünschen, diese Textsammlung hätte als Erscheinungsdatum nicht den April 2011, sondern wäre bereits vor 1000 Jahren vorgelegen und von den damaligen Religionsführern gelesen, verstanden und umgesetzt worden. Nicht nur die brutalen Kreuzzüge wären der Menschheit erspart geblieben.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.
Das Buch, 256 Seiten dick und im Propyläen Verlag erschienen, ist übrigens auch für Nichtraucher hervorragend geeignet. Für 19,99 € ist es im Buchhandel erhältlich. Quelle: http://www.theintelligence.de/index.php/feuilleton-/buch-rez...