Reisen gehört zu einem erfüllten Leben, Reisen ist toll, Reisen bildet und Reisen war lange Zeit etwas unglaublich Wichtiges in meinem Leben... ES drängte mich hinaus in die Welt und ES führte mich an die wohl sehenswertesten Orte unseres Planeten. Ich durfte mich in die Vielfalt der Kulturen einfühlen: Wir sind alle EINS ... ja. Wer reist baut Feindbilder ab. Und auch: Amerika muss man kapieren und nicht kopieren...
"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah" ...war etwas für Spießer einer anderen Generation. Für die, die mit Strohhütchen u. Strickzeug im Gepäck in die Lüneburger Heide oder in den Schwarzwald aufbrachen, regelmäßig ..manchmal ein Leben lang.
Einzig, meine Erwartungen an das Reisen waren wohl ein bisschen überhöht ...weiss ich heute. Früher dachte ich häufig: "Wenn ich erst an diesem oder jenem Karibikstrand sitze, lösen sich meine Probleme in Wohlgefallen auf". Taten'se ebend nich... saßen nach wie vor first Class in meiner Seele fest und wurden weiterhin wunderbar von einer Instanz in mir gefüttert. Ich stellte fest, ich konnte vor exakt garnix davonlaufen... So was kann einem schon mal rasch den ganzen Urlaub verderben, mehr noch als ein schlechter Roomservice... Überhaupt denke ich, dass Hotelmitarbeiter in aller Welt nicht selten den Preis für unsere Unausgeglichenheit zahlen müssen.
Heute rate ich jedem Weltenbummler (mich eingeschlossen): Erst Hausaufgaben machen... daheim in Ruhe die Innenschau angehen, und schauen, dass man sich selbst genügend lieb hat bevor man sich der Welt zumutet...
Übrigens: Der heimische Garten als Ort der Besinnung offenbart mir mittlerweile deutlich mehr Glück, als jenes auf dem Platz des "himmlischen Friedens" zu stehen...
Mal schauen wohin meine nächste Reise gehen wird ;)