Wenn wir Legasthenie, Dyskalkulie oder ADS hören, denken wir an Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, verdrehte Buchstaben, mühsames Lernen und viel Stress. Wir vergessen, dass viele geniale Menschen Legastheniker waren, darunter Albert Einstein, John F. Kennedy oder Walt Disney. Dies bedeutet nicht, dass jeder Legastheniker ein Genie ist, aber es ist diese bestimmte Art zu denken, die Menschen dazu verhilft genial zu sein. Wir wissen heute, dass es verschiedene Arten des Denkens gibt (u .a. analytisch, visuell, kinestetisch). Das Denken der Legastheniker ist sehr schnell, umfassend und kreativ. Sie können oft den großen Zusammenhang erkennen, Situationen schnell und richtig einschätzen und haben für andere Menschen ein erstaunliches Gespür. Allerdings fällt es ihnen meist schwer "Schritt für Schritt" vorzugehen oder zielgerichtet zu arbeiten. Die bisherigen Legasthenietherapien gingen davon aus, dass Legasthenie eine Behinderung, ein Mangel oder eine Schwäche sei. Sie wurden von nicht-legasthenischen Menschen entwickelt. Menschen, die sich das Denken und die Begabungen eines Legasthenikers nicht vorstellen und dadurch nicht schätzen können. Ron Davis, der Begründer der Davis®-Methode, ist selber starker Legastheniker. Er entwickelte seine Theorie aufgrund eigener Anschauung und praktischer Anwendung. Sie lässt sich vereinfacht wie folgt zusammenfassen:
Die Davis-Theorie Legastheniker denken hauptsächlich in Bildern und erleben sie als Realität. Dieses Denken ist sehr schnell, denn in Bildern, die wie ein Film erlebt werden, können viele Informationen aufgenommen werden. Viele Menschen können in Bildern denken, Träume oder Erinnerungen sind oft visuell. Landschaften oder Orte werden dreidimensional erlebt, man kann den Blickwinkel wechseln. Legastheniker sind fähig, mehrere solcher "Filme" gleichzeitig zu sehen und zu erleben. Ein legasthenischer Segelflieger erzählte, wenn er ans Fliegen denkt, sieht er das Segelflugzeug am Himmel als Ganzes, sich selber von außen in der Maschine sitzen und gleichzeitig erlebt er sich als Pilot hinter den Instrumenten mit dem Blick auf die Landschaft und spürt die Bewegungen des Fliegers. Die Kehrseite dieser Medaille ist eine Desorientierung, wenn es um Buchstaben geht. Symbole und Wörter, die keine Bilder hervorrufen, werden wie Unbekanntes von allen Seiten gleichzeitig betrachtet und so entstehen bis zu 40 Möglichkeiten ein Wort mit nur drei Buchstaben zu sehen. Um aus dieser Fülle von Möglichkeiten das gemeinte Wort herauszufinden, ist eine sehr große Konzentration erforderlich und jeder Fehlschlag verstärkt die Desorientierung. Die Davis®-Methode setzt genau hier an und vermittelt dem Legastheniker Werkzeuge, um diese Desorientierung aufzulösen. Die Davis®-Methode will den Legastheniker in die Lage versetzen, seiner Legasthenie selber wirkungsvoll zu begegnen und gleichzeitig seine Begabung und sein besonderes Talent zu nutzen.
flowerofchange schrieb am 23. Sepember 2010 um 09:47 Uhr
Berühmte Legastheniker
1. Johannes Gutenberg [zwischen 1397 und 1400 -1468, Erfinder der Buchdruckkunst] 2. Albert Einstein [1879 - 1955, deutscher Physiker, Entdecker der Relativitätstheorie] 3. Alfred Hitchcock [1899-1980, britischer Filmregisseur und Filmproduzent, besonders von Krimis] 4. Ernest Hemingway [1899 - 1961, amerikanische Schriftsteller] 5. Francois Mitterrand [1916 - 1996, französischer Staatspräsident] 6. Tom Cruise [amerikanischer Filmschauspieler] 7. Michael Jackson [amerikanischer Pop-Sänger] 8. Diego Maradona [argentinischer Fußballstar] 9. Leonardo da Vinci [1452-1529, italienischer Bildhauer, Maler, Architekt, Ingenieur und Forscher] 10. Jackie Stewart [Formel 1 Fahrer und Weltmeister] 11. Agatha Christie [1890-1976, englische Krimiautorin] 12. Hans Christian Anderson [1805 - 1875,dänischer Schriftsteller] 13. George W. Bush [amerikanischer Präsident] 14. Victoria von Schweden [Kronprinzessin] 15. August Rodin [1840 - 1917 französischer Bildhauer "die Bürger von Calais", "der Kuss"] 16. Whoopi Goldberg [amerikanische Filmschauspieler] 17. Steven Spielberg [amerikanischer Filmregisseur von z.B. E.T., Schindlers Liste] 18. Dustin Hoffman [amerikanischer Filmschauspieler] 19. Walt Disney [1901 - 1966, amerikanische Trickfilmproduzent, Susi und Strolch, Bambi, Dumbo] 20. Franklin D. Roosevelt [1882 - 1945, amerikanischer Präsident] 21. John Lennon [1940 - einer der vier Beatles] 22. Steven Hawkins [Astro-Physiker in Cambridge, England] 23. Charls Darwin [1809 - 1882, britischer Naturforscher und Erfinder der Evolutionstheorie] 24. Napoleon Bonaparte [1769 - 1821, französischer Feldherr und Kaiser]
wie kann heute behauptet werden, dass eine Person wie Johannes Gutenberg, Erfinder der Buchdruckkunst, der vor über 500 Jahren gelebt hat und sich übrigens nicht mehr verteidigen kann, Legastheniker war? Wie kann das über eine jede der aufgelisteten Personen behauptet werden?
Ich wette, würde ich diese Liste auf meiner Homepage veröffentlichen und mit einer beliebigen anderen Person erweitern, die bereits verstorben ist, um deren Gegenwehr ausschließen zu können, würde diese Liste ohne jegliches Hinterfragen übernommen und im Internet als angebliche Tatsache verbreitet werden. Sie würde sogar bevorzugt werden, da sie eine Person mehr enthält, damit "vollständiger" ist.
Ich habe absolut nichts gegen Legastheniker. Doch halte ich es aus Prinzip für fragwürdig, solche Behauptungen ohne irgendeinen Beweis zu veröffentlichen.
Es mag dem einzelnen Individuum eine psychische Erleichterung sein, wenn die Leghasthenie als Makel wahrgenommen, wenn die Person weiß, ein kluger Mensch wie Einstein hatte das doch auch. Doch was ist das für eine "innere Wertsteigerung", wenn sie auf unbelegten Behauptungen beruht, würde ich mich als Legastheniker fragen.
Dustin Hoffmann kann dazu stehen, wird er gefragt, ob er Legastheniker ist. Jemand wie John Lennon kann das nicht. Und aus den mir bisher bekannten, von ihm selbst geschriebenen Dokumenten, kann ich nicht auf Legathenie schließen. Wer dachte sich also diese Liste aus? Oder entstand sie auf eine Weise wie in meinem Beispiel mit meiner Homepage?